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Frankfurt am Main , den 09.11.2017

Tracking mit einer App

CargoSteps bietet eine Lösung für kleine Logistikfirmen


Bei einem Start-up Pitch Mitte Oktober im House of Logistics and Mobility haben sich junge Unternehmen mit ihren Ideen und Konzepten dem Urteil einer Fachjury gestellt. Wir stellen die Start-ups und ihre Geschäftsideen in Kurz-Interviews vor. In diesem Beitrag präsentieren wir CargoSteps vor. Auf unsere Fragen hat Geschäftsführer Rachid Touzani (Bild) geantwortet.   

Wie sind Sie auf die Idee für Ihr Startup gekommen?

Rachid Touzani: Das ist aus der Not entstanden. Ich habe seit elf Jahren eine eigene Logistikfirma, die Kurierfahrten macht. Wir hatten das Problem, dass es ein Tracking, so wie wir es brauchen für die Kunden im Expressbereich, im kleinen Euro-Bereich, einfach nicht auf dem Markt gibt. Es gab die teure Lösung mit Hardware. Entweder werden die Fahrzeuge ausgestattet mit Technik für teures Geld und jahrelangen Verträgen oder man kauft teure Handscanner, wie man es von DHL und UPS kennt. Das ist für ein kleines Unternehmen, was drei, vier Mitarbeiter hat, einfach nicht machbar und vor allem nicht flexibel genug.

Wie haben Sie das Problem gelöst?

Es musste eine App-Lösung her. Das war die einzige Variante, um flexibel zu sein. Eine App-Lösung gab es aber nicht. Wir haben zwei Jahre recherchiert und haben nichts gefunden. Wir haben uns dann entschieden es selbst zu machen und gesagt, okay, dann machen wir ein Start-up draus, produzieren es und verkaufen es selbst.

Ihre Kernidee ist es, diese App herzustellen und anzubieten?

Genau. Unsere Kernidee ist, das Tracking mit der App zu ermöglichen, damit kleine Unternehmen mit großen Unternehmen mithalten können.

Was hat Sie denn bisher bei Ihrem Projekt am meisten überrascht, positiv wie negativ?

Negativ ist relativ einfach zu sagen: Die langsame Geschwindigkeit der großen Unternehmen. Die sind alle bereit für Innovationen, haben große Innovations-Hubs mit großen Abteilungen und Marketing, aber wenn es dann ans Eingemachte geht, wird die ganz große Handbremse gezogen. Das hat uns extrem überrascht. Positiv? Da wird’s schon schwierig.

Gibt es eine positive Seite?

Wir bekommen natürlich sehr viel Feedback, wir haben viele Preise gewonnen. Wir kriegen schon unsere Anerkennung. Was wir aber merken, ist, gerade jetzt im Vergleich zu den USA, dass Deutschland sehr weit hintendran ist.

In welchem Sinne hintendran?

Was die Investitionen angeht. Nehmen wir mal einmal ein klassisches Beispiel: Von 100 Investitionen in Deutschland kommen wir auf eine Summe von vielleicht fünf Millionen Euro. Und in Amerika haben wir bei zwei Investitionen vielleicht 30 Millionen Dollar. Wir waren auch sehr viel drüben in den USA. Was wir auch merken, ist, dass es viele Großunternehmen gibt, die bremsen. Aber es gibt auch dann doch den Einen oder Anderen, der wirklich anpackt, auch jetzt mit dem HOLM, auch mit dem Start-up-Pitch heute hier im HOLM.

Mit welchem Angebot, mit welchem Service könnte man die Start-up-Förderung noch verbessern?

Mit kostenlosen Arbeitsplätzen, mit Netzwerken. Also das, was das HOLM jetzt macht, dass kostenlose Arbeitsplätze angeboten werden, dass die Unternehmen, die mit Partner hier sind, sich Zeit nehmen und sich das Ganze wirklich verinnerlichen, was die Start-ups machen und sie mit unterstützen. Das ist dann eine Win-Win-Situation für beide Seiten ist, für Start-ups und Unternehmen. Ein Netzwerk ist auch sehr wichtig. Deswegen sind wir auch hier im HOLM. Wir haben ein Büro in der Frankfurter Kaiserstraße mit 150 Quadratmetern, wir haben alle möglichen Restaurants vor der Tür, wir haben eine perfekte Bahnanbindung, ein Parkhaus habe ich da vor Ort, aber wir haben einfach nicht das Netzwerk in Frankfurt. Das ist das, was uns fehlt und deswegen würden wir gerne im HOLM sitzen.

Interview: Jürgen Schultheis

Pressekontakt:


Jürgen Schultheis

House of Logistics & Mobility (HOLM) GmbH
Geschäftsbereich Netzwerk & Kollaboration
Bessie-Coleman Straße 7
Gateway Gardens
60549 Frankfurt am Main

Tel.: + 49 69 / 240070-556

E-Mail: juergen.schultheis@frankfurt-holm.de

Web: www.frankfurt-holm.de