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Berlin / Frankfurt , den 24.09.2014

"Emissionsfreie und deutlich leisere Fahrzeuge"

Alstom-Züge des Typs Coradia werden mit Brennstoffzellen ausgerüstet


Der Schienenfahrzeughersteller Alstom entwickelt Züge, die ihre Energie aus Brennstoffzellen holen und die in den nächsten Jahren in Deutschland eingesetzt werden sollen. Die Schienenfahrzeuge des Typs Coradia werden von 2018 an zunächst in Niedersachsen getestet und später in Hessen, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg eingesetzt werden. Absichtserklärungen für den Einsatz der Fahrzeuge haben die Verkehrsminister Olaf Lies (Niedersachsen), Michael Groschek (Nordrhein-Westfalen) und Winfried Hermann (Baden-Württemberg) heute (24. September) in Berlin auf der Innotrans, der Leitmesse für Verkehrstechnik, unterzeichnet. Für den Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV hat der Sprecher der RMV-Geschäftsführung, Prof. Knut Ringat, die Absichtserklärung gezeichnet. Für den Hersteller Alstom unterzeichnete Henri Poupart-Lafarge, Präsident von Alstom Transport, der Hersteller der Züge. Für die Bundesregierung signierte Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur.   

Als zukunftsweisendes Signal hat Hessens Verkehrsminister Tarek Al-Wazir die Vereinbarung zwischen dem RMV und Alstom: „Die Mobilität und insbesondere der Schienenverkehr werden im Energiesystem der Zukunft eine wichtige Rolle spielen. Antriebe, die auf Energiespeicher wie zum Beispiel Wasserstoff  zurückgreifen,  werden dabei zu Bindegliedern in einem vernetzten Energieversorgungssystem. Der RMV übernimmt dabei eine Pionierrolle in Deutschland. Hessen bietet sich mit seinem  Wasserstoffangebot und seiner Infrastruktur dafür an.“     

Prof. Knut Ringat, Geschäftsführer und Sprecher der Geschäftsführung des RMV, wies auf die Vorteile der Technologie hin: „Von der neuen Generation Züge, die emissionsfrei und deutlich leiser als die momentanen Schienenfahrzeuge mit Dieselantrieb sind, profitieren insbesondere die unmittelbaren Anwohner an den Bahnstrecken.“ Ringat und Al-Wazir äußerten die Hoffnung, dass die Brennstoffzellen-Technologie ihren Praxistest im Schienenpersonennahverkehr den Praxistest bestehen werde. In den vergangenen Monaten hatte der RMV die Voraussetzungen geprüft, in einem geeigneten Vergabeprojekt bis zu  20 solcher Fahrzeuge ab dem Jahr 2020 einzusetzen.

Die neue Fahrzeuggeneration stellt nach Angaben des Herstellers Alstom langfristig eine Alternative zu konventionellen Dieseltriebwagen  dar. Durch die Verwendung eines Energiespeichers, eines intelligenten  Energiemanagements und eines günstigen Energieträgers verfügt das Fahrzeug im Vergleich zu konventionellen Dieseltriebzügen über eine höhere Energieeffizienz und braucht weniger Energie für den Betrieb.

Die Züge werden mit einer Brennstoffzelle betrieben, deren Funktionsweise sich nach Angaben von Alstom bereits in der Autoindustrie bewährt haben. Im Unterschied zum herkömmlichen Verbrennungsmotor wandelt die Brennstoffzelle chemische Energie direkt in elektrische Energie um. Damit ist sie potenziell effizienter als Antriebe, bei denen die Energie über die Verbrennung in mechanische  Bewegungsenergie und anschließend über einen Generator in elektrischen Strom umgewandelt wird.

Interview mit dem Sprecher der RMV-Geschäftsführung, Prof Knut Ringat: "Mit der Brennstoffzelle in den Taunus"

Interview mit Winfried Hermann, Minister für Verkehr und Infrastruktur in Baden-Württemberg: "Wir wollen Wasserstoffzellen an den Achsen entwickeln"

 

Pressekontakt:


Jürgen Schultheis

House of Logistics & Mobility (HOLM) GmbH
Geschäftsbereich Netzwerk & Kollaboration
Bessie-Coleman Straße 7
Gateway Gardens
60549 Frankfurt am Main

Tel.: + 49 69 / 240070-556

E-Mail: juergen.schultheis@frankfurt-holm.de

Web: www.frankfurt-holm.de