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Frankfurt am Main / Berlin, den 28.02.2018

"Wir unterstützen gemeinsame nachhaltige Lieferkonzepte"

Hilmar von Lojewski (Deutscher Städtetag) über City Logistik und Mikrodepots / Konsolidierung von Liefervorgängen gefordert


Wachsender Online-Handel und zunehmende Lieferverkehre stellen auch für Städte eine immer größere Herausforderung dar. Deshalb verfolgt und unterstützt der Deutsche Städtetag gemeinsame nachhaltige Lieferkonzepte und -lösungen, wie sie in Nürnberg, Frankfurt oder Hamburg erprobt werden, sagt Hilmar von Lojewski (Bild: Uwe Steinert), Beigeordneter für Stadtentwicklung, Bauen, Wohnen und Verkehr des Deutschen Städtetages. Die Effizienz der Lieferverkehre lässt sich laut von Lojewaski erhöhen, wenn die Liefervorgänge konsolidiert würden. "Sofern sich hier keine freiwilligen Branchenlösungen abzeichnen, muss auch über die Schaffung rechtlicher Verpflichtungen nachgedacht werden." Im Deutschen Städtetag – dem größten kommunalen Spitzenverband Deutschlands – haben sich rund 3400 Städte und Gemeinden mit fast 52 Millionen Einwohnern zusammengeschlossen.

„Durch den wachsenden Online-Handel steigt die Anzahl der Paketsendungen voraussichtlich bis auf 4 Milliarden im Jahr 2020. Auch Tür- zu-Tür-Lieferungen verzeichnen einen sprunghaften Anstieg. Das erzeugt einerseits zusätzlichen Verkehr in den Städten und Ballungsräumen, auch wenn die Dienstleister alles versuchen, die Kilometerleistung pro Wareneinheit zu verringern. Andererseits entscheiden die Städte Nutzungskonkurrenzen im begrenzten öffentlichen Verkehrsraum zusehends zugunsten des Umweltverbunds, verfolgen entschieden eine Reduzierung des Schadstoffausstoßes und der Lärmemissionen im Verkehr und sind bestrebt, die Lebens- und Aufenthaltsqualität für die Bürgerinnen und Bürger zu verbessern.

Gemeinsame nachhaltige Lieferkonzepte und -lösungen, wie in Nürnberg, Frankfurt oder Hamburg werden daher vom Deutschen Städtetag aufmerksam verfolgt und unterstützt. Dazu gehört auch die Einrichtung von sogenannten „Mikrodepots“, an denen die Kurier-, Express- und Paketdienstleister (KEP-Anbieter) an geeigneten Orten Waren abstellen und so das Bestücken von Lastenfahrrädern oder fußläufigen Transporthilfen für die Zustellung auf der „allerletzten Meile“ ermöglichen. Dabei erhöhen sich die Chancen für die Einrichtung mobiler Mikro-Depots unserer Ansicht nach dann, wenn diese von allen örtlichen KEP-Anbietern gebündelt genutzt werden. Wo solche Mikro-Depots eingerichtet werden, hängt von verkehrlichen, städtebaulichen und gestalterischen Kriterien ab. Exemplarische vervielfältigbare Musterlösungen für mobile Mikro-Depots können im Wege von Werkstattverfahren geplant und entwickelt werden. Dabei liefern Modellstädte wichtige Erfahrungen. Unstreitig lässt sich durch Konsolidierung von Liefervorgängen die Effizienz weiter erhöhen. Sofern sich hier keine freiwilligen Branchenlösungen abzeichnen, muss auch über die Schaffung rechtlicher Verpflichtungen nachgedacht werden.

Gleisanschluss, die Nutzung von Straßen- und U-Bahn zum Gütertransport und neue unterirdische Lieferstrukturen (z.B. Versorgungszentrum Potsdamer Platz) sind in City-Logistikkonzepten, wo immer möglich, zu prüfen. Dabei sind allerdings stets auch die höheren Systemkosten zu bedenken. Straßenseitige Zustellfahrzeuge werden – nicht zuletzt aufgrund von drohenden Fahrverboten und der Fördermöglichkeiten aus dem Fonds nachhaltige Mobilität - zunehmend mit alternativen Antriebsmöglichkeiten ausgestattet. Entsprechende Erwartungen an eine zügige Umrüstung haben wir auch an die KEP-Anbieter und sonstige städtische Lieferverkehre. Gleichwohl wird es im Falle von Fahrverboten befristete Ausnahmen für den notwendigen Lieferverkehr geben müssen.“

Pressekontakt:


Jürgen Schultheis

House of Logistics & Mobility (HOLM) GmbH
Geschäftsbereich Netzwerk & Kollaboration
Bessie-Coleman Straße 7
Gateway Gardens
60549 Frankfurt am Main

Tel.: + 49 69 / 240070-556

E-Mail: juergen.schultheis@frankfurt-holm.de

Web: www.frankfurt-holm.de