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Frankfurt am Main, den 21.06.2018

Das automatisiert fahrende Absicherungsfahrzeug für Autobahnen

Forschungsprojekt „aFAS“ demonstriert die Projektergebnisse im HOLM

 

Das Forschungsprojekt „aFAS“ demonstriert auf seiner Schlusspräsentation den Betrieb eines automatisiert fahrerlos fahrenden Absicherungsfahrzeugs für mobile Baustellen auf Autobahnen im öffentlichen Straßenverkehr und präsentiert damit nach 4 Jahren Forschungs- und Entwicklungsarbeit die Projektergebnisse. Auf dem Ausstellungsgelände des HOLM wird der Öffentlichkeit der finale Entwicklungsstand des Prototyps vorgestellt.

Einen kurzen Überblick über das Projekt und den Projekthintergrund erhalten Sie über unseren Projektfilm unter: https://www.afas-online.de/veroeffentlichungen

Bewegliche Baustellen an Autobahnen stellen für das Baustellenpersonal ein hohes Risiko dar, denn es kommt immer wieder zu schwerwiegenden Auffahrunfällen auf das Fahrzeug, das im Zulauf auf die Baustelle als Absicherung eingesetzt wird.

Vor diesem Hintergrund entwickelte ein Zusammenschluss von acht Partnern aus Industrie, Forschung und Verwaltung im Rahmen des Projekts „aFAS“ den Prototyp eines Absicherungsfahrzeugs, welches automatisiert mobilen Baustellen (Wanderbaustellen) auf dem Seitenstreifen einer Autobahn folgt und gegen den fließenden Verkehr absichert.

Ziel des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) geförderten und über vier Jahre laufenden Projekts war der erstmalige Einsatz eines fahrerlos automatisiert fahrenden Fahrzeugs im öffentlichen Straßenverkehr.

Im Fokus des Projekts „aFAS“ stand daher die Automatisierung eines Lkws mit Absperrtafel, der fahrerlos betrieben werden kann. Da kein Mitarbeiter an Bord sein muss, wird die Sicherheit für das Baustellenpersonal erhöht. Der Prototyp wird in Hessen auf dem Seitenstreifen von Autobahnen getestet.

Das Vorhaben stellte die Projektpartner aufgrund des fahrerlosen Betriebs vor große Herausforderungen: So sind besonders hohe Anforderungen an die funktionale Sicherheit des Fahrzeugs sowie an die Qualität der Fahrzeugtechnik zu aFAS - automatisch fahrerlos fahrendes Absicherungsfahrzeug für Arbeitsstellen auf Autobahnen, erfüllen. Lenk- und Bremssystem, Sensorik, Umfeldwahrnehmung sowie steuernde Softwarekomponenten müssen strenge Kriterien für sicherheitsrelevante Systeme in Kraftfahrzeugen erfüllen.

Für die Entwicklung des Fahrzeugs wurde die weitgehende Verwendung von Serienkomponenten, sowohl für die reguläre Steuerung als auch für die Umsetzung funktionaler Sicherheitsaspekte vorgesehen. Die Umgebung wird mithilfe von seriennahen Kamera- und Radarsystemen erfasst, zu denen u.a. eine Objekt-, Fahrstreifen- und Freiflächenerkennung gehören. Flankiert wird die Sensorik durch die Übertragung relevanter Informationen zwischen Arbeitsfahrzeug und Absicherungsfahrzeug über eine drahtlose Verbindung.

In die Entwicklung flossen unmittelbar Know-how und Erfahrungen aus dem Straßenbetriebsdienst ein. Der Straßenbetriebsdienst als geschlossener Anwenderkreis sowie die in niedriger Geschwindigkeit durchgeführten Einsätze auf dem Seitenstreifen stellen ideale Bedingungen für die Erprobung eines fahrerlos automatisiert fahrenden Fahrzeugs dar. Spezielle Untersuchungen zum Verkehrsablauf sowie eine umfangreiche rechtliche Bewertung ergänzten das Vorhaben.

Mit diesem vergleichsweise einfachen Anwendungsfall wurden wichtige Erkenntnisse für das „vollautomatisierte Fahren“ der Zukunft gewonnen, die richtungsweisend für die technische Entwicklung, die Erstellung von Sicherheitskonzepten und die Bewertung der rechtlichen Rahmenbedingungen sind.

Es beteiligen sich folgende Unternehmen und Institutionen:

BASt – Bundesanstalt für Straßenwesen, Hessen Mobil – Straßen- und Verkehrsmanagement, Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft, MAN Truck & Bus AG, Technische Universität Braunschweig – Institut für Regelungstechnik, ZF Friedrichshafen AG, WABCO sowie Robert Bosch Automotive Steering GmbH.

Das Projekt startete im August 2014; die Projektlaufzeit beträgt 4 Jahre.

Pressekontakt:


Jürgen Schultheis

House of Logistics & Mobility (HOLM) GmbH
Geschäftsbereich Netzwerk & Kollaboration
Bessie-Coleman Straße 7
Gateway Gardens
60549 Frankfurt am Main

Tel.: + 49 69 / 240070-556

E-Mail: juergen.schultheis@frankfurt-holm.de

Web: www.frankfurt-holm.de