Wir glauben an die Stärken der Region
Dank seiner zentralen Lage im Netz der europäischen Handelswege gilt das Rhein-Main-Gebiet seit mehreren hundert Jahren als ein zentraler Verkehrsknoten. Im Rhein-Main-Gebiet sind drei der bedeutendsten Verkehrsdrehscheiben Europas angesiedelt:
- Im Luftverkehr der Flughafen Frankfurt Main, mit mehr als 54 Millionen Passagieren pro Jahr nach CDG, Paris, zweitgrößter Flughafen Kontinentaleuropas.
- Im Schienenverkehr der Frankfurter Hauptbahnhof mit 350.000 Fahrgästen täglich und
- im Straßenverkehr das Frankfurter Kreuz, das täglich von 330.000 Fahrzeugen passiert wird – die hervorragende Infrastruktur ist die Basis für eine solide wirtschaftliche Entwicklung der Region.
Aber Hessen ist mehr als nur ein Transitland, denn auch im Güterverkehr gehört Hessen zu den wichtigen Standorten der Logistik in Deutschland: So ist der Flughafen Frankfurt am Main ein wichtiger Knotenpunkt in weltweiten Distributionsnetzen. Im nationalen und europäischen Maßstab ebenso bedeutend ist der Logistikstandort Nordhessen mit seinen zahlreichen Distributionszentren und Umschlagbasen.
In der Rhein-Main-Region haben sich Logistik und Mobilität als wichtige Wirtschafts-und Beschäftigungsfaktoren entwickelt:
- Vier der fünf größten Arbeitgeber der Region sind der Logistik zuzurechnen.
- Die Logistik zählt zu den Zukunftsbranchen Hessens – mit mehr als 204.000 Erwerbstätigen zählt sie zu den beschäftigungsintensiven Branchen des Landes und liegt so beispielsweise noch vor der Finanzwirtschaft oder der Baubranche.
- Die Region gehört zu den drei führenden Logistikclustern in Deutschland und weist den Innovationsindikatoren des Fraunhofer ISI zufolge ein besonders hohes Innovationspotenzial auf.
Die Cluster Idee - Stärken stärken
Wirtschaftliche Dynamik entwickelt sich vor allem dort, wo mittlere, kleine und große Unternehmen entlang der Wertschöpfungskette kooperieren und den Austausch von anwendungsbezogenem Wissen suchen. Der Wettbewerb vieler Unternehmen der gleichen Branche spielt dabei für die Produktivität jedes Einzelnen eine große Rolle. Viele Regionen weltweit haben die Bedeutung der räumlichen Ansammlung und Interaktion von Unternehmen einer Branche samt ihrer Lieferanten, relevanter Bildungseinrichtungen und öffentlicher Institutionen – so die vereinfachte Erklärung eines Clusters – erkannt und bauen diese aus. Ganzheitliche Lösungen aus einer Hand bedienen den Bedarf des Kunden und inspirieren Investoren.
Michael E. Porter
Institute for Strategy and Competitiveness
Harvard Business School (HBS)
Das HOLM wird das Potenzial der natürlichgewachsenen Strukturen der Region – gerade im Luftverkehr – sinnvoll vernetzen und so die Wirtschaftskraft der Region nachhaltig stärken. Voraussetzung dafür, die Stärken im Cluster zu stärken, ist das Denken über Unternehmensgrenzen hinweg. Logistik und Mobilität sind zwei Seiten der gleichen Medaille, werden aber heute nicht gemeinsam erforscht und geplant. Der dafür notwendige Paradigmenwechsel wird im HOLM vollzogen. Hier stehen Themen im Vordergrund, nicht Strukturen. Die Region, nicht das einzelne Unternehmen. Das HOLM versteht sich als interuniversitäre, eng mit der Praxis verbundene Kompetenz- und Kommunikationsplattform, die Begegnung und Austausch fördert und damit als „Institution for Collaboration“ dem intensiven Wettbewerb von Regionen weltweit Rechnung trägt.



