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Offenbach / Frankfurt am Main , den 11.07.2017

HfG und Partner-Hochschulen erhalten 3,6 Millionen Euro für das Projekt "Infrastruktur - Design - Gesellschaft"

HOLM assoziierter Partner / Kunsthochschule erstmals federführend bei LOEWE-Projekt


Der unter der Federführung der Hochschule für Gestaltung (HfG) Offenbach beim LOEWE-Landesprogramm (Förderlinie Schwerpunkt) eingereichte Antrag »Infrastruktur – Design – Gesellschaft. Designforschung in Mobilitätssystemen zur Entwicklung multimodaler, umweltfreundlicher Mobilität im Ballungsraum Rhein-Main« hat eine Zusage erhalten. Kooperationspartner sind die Frankfurt University of Applied Sciences, die Technische Universität Darmstadt und die Goethe-Universität, sowie als assoziierte Kooperationspartner das House of Logistics und Mobility, der Rhein-Main-Verkehrsverbund und die ivm GmbH (Integriertes Verkehrs- und Mobilitätsmanagement Region Frankfurt RheinMain).

Damit wurde die HfG Offenbach bereits das zweite Mal für das Forschungsförderungsprogramm LOEWE ausgewählt. Zugleich ist es das erste Mal, dass eine Kunsthochschule federführend in einem Schwerpunkt in der Landesoffensive zur Entwicklung wissenschaftlich-ökonomischer Exzellenz ist.

Durch die Fördersumme von 3.594.476 EUR für die Förderlinie Schwerpunkt können die beteiligten Hochschulen und Kooperationspartner in der Laufzeit von vier Jahren (1. Januar 2018 bis 31. Dezember 2021) ein wichtiges Forschungsvorhaben umsetzen, das sich mit der zukünftigen Mobilität in Ballungsräumen, hier insbesondere der Rhein-Main-Region, beschäftigt. Es sollen designorientierte Lösungsansätze entwickelt werden, die multimodales, also unterschiedliche Verkehrsträger nutzendes, umweltfreundliches Mobilitätsverhalten fördern sollen. Dies wird vor allem dadurch möglich, dass digitale Vernetzungsmöglichkeiten durch Smartphones rasant zunehmen.

Die digitalen Angebote verknüpfen sich zunehmend mit analogen Räumen, gerade auch angesichts wachsender Mobilität. Mit wachsenden kooperativen Nutzungen (Sharing), neuen Antrieben und Fortbewegungsmitteln, wie Elektromobilität oder autonomer Systeme im ÖPNV und zukünftig auch im Individualverkehr, verändert sich unsere Mobilität. Die Designforschung konzentriert sich wesentlich auf die emotionalen Faktoren bei der Nutzung von Mobilitätsangeboten mit dem Ziel, die Einstellungen und Verhaltensweisen von Nutzer_innen positiv zu beeinflussen.

Grundlegend dafür ist eine Forschung zu den Aufgaben des Designs bei der Gestaltung emotionaler und kontextbezogener Qualitäten von Mobilitätsräumen zur Förderung multimodalen, umweltfreundlichen Mobilitätsverhaltens. Die nutzerorientierte Denkweise im Sinne einer partizipativen Technik- und Angebotsgestaltung ist neu und erfordert die Entwicklung sowohl spezifischer als auch mobilitätsorientierter Designmethoden.

„Die Anschubfinanzierung des Forschungsförderungsprogramms LOEWE ermöglicht der HfG Offenbach und ihren Kooperationspartnern eine Schwerpunktbildung, die nicht nur zur Profilierung der beteiligten Institutionen beiträgt, sondern auch eine intensivere Vernetzung von Wissenschaft, außeruniversitärer Forschung und Wirtschaft erleichtert. Es ist ein Durchbruch für die Kunsthochschulen, die bisher an der Landesoffensive nicht in diesem Maße partizipieren konnten und eine Stärkung des Hochschulstandorts in Offenbach“, sagt Prof. Bernd Kracke, Präsident der HfG Offenbach.

Mit Geschäftsstelle an der HfG soll ein Forschungsverbund aufgebaut werden, der eine systemorientierte Gestaltung zur Vermittlung innovativer Mobilitätskonzepte entwickelt und sich u.a. der grundlegenden Forschung zu den Aufgaben des Designs bei der Gestaltung von Mobilitätsstrukturen und dem Design der Verkehrsinfrastruktur vor Ort widmet. Eine Vernetzung zu Forschungs- und Bildungseinrichtungen in der Region mit Akteur_innen aus der Wirtschaft, der Zivilgesellschaft und der Politik soll stattfinden sowie ein internationales Zentrum für Mobilitätsdesign (ZMD) aufgebaut werden. Zudem ermöglicht die Förderung die Etablierung einer zusätzlichen Professur für Interface-Gestaltung mit zentraler Bedeutung für eine integrierte Gestaltung an der Schnittstelle von analogem und digitalem Raum.

 

Beteiligte Wissenschaftler_innen

Prof. Dr. Kai Vöckler, Hochschule für Gestaltung Offenbach, Sprecher

Prof. Peter Eckart, Hochschule für Gestaltung Offenbach

Prof. Dr.-Ing. Petra Schäfer, Frankfurt University of Applied Sciences

Prof. Dr. Martin Lanzendorf, Goethe-Universität Frankfurt am Main

Jun.-Prof. Dr.-Ing. Martin Knöll, Technische Universität Darmstadt

Prof. Dr.-Ing. Ralf Steinmetz, Technische Universität Darmstadt

Assoziierte Forscher_innen

Prof. Dr.-Ing. Josef Becker, Frankfurt University of Applied Sciences

Prof. Dr.-Ing. Annette Rudolph-Cleff, Technische Universität Darmstadt

Dr.-Ing. Stefan Göbel, Technische Universität Darmstadt

 

Hintergrund: Forschungsvorhaben »Infrastruktur – Design – Gesellschaft«

Im Ballungsraum Rhein-Main werden Wirtschaft und Gesellschaft wesentlich von Prozessen und Systemen der Mobilität bestimmt. Klimawandel und Ressourcenverknappung erhöhen die Dringlichkeit, mit der weltweit nach neuen Lösungen für Mobilität in urbanen Zentren geforscht wird. Entsprechend gehört zu den zukünftigen Aufgaben des Designs die Entwicklung innovativer Methoden und spezifischer Werkzeuge und Strategien, welche Projekte im Mobilitätsbereich positiv befördern, sie effizienter und sichtbarer machen, um deren Akzeptanz in der Bevölkerung zu steigern.

Traditionell-wissenschaftliche Handlungsfelder wie Verkehrsplanung, sozialwissenschaftliche Mobilitätsforschung, Stadtentwicklung und Kommunikationstechnologie werden mit Designforschung zum Thema Mobilität verbunden. Ziel ist die systematische Erfassung der funktional-praktischen, ästhetischen und symbolischen Gestaltungsparameter, die bei der Entwicklung von Mobilitätsräumen zu berücksichtigen sind.

Konkret sind dies Leitlinien bei der Gestaltung von Mobilitätsräumen, die deren Aufenthaltsqualität verbessern, emotionale Zugänge und damit eine bessere Akzeptanz bei den Nutzern ermöglichen und die Steuerung von Mobilität verbessern. Damit werden erstmals über die funktionale Analyse hinaus die besonderen, emotional besetzten Qualitäten von Mobilitätsräumen und deren Auswirkung auf die Motivation des Nutzenden untersucht und konzeptionell deren Gestaltungsmöglichkeiten erfasst. Der beantragte LOEWE-Schwerpunkt fokussiert die Mobilität des Einzelnen im Verhältnis zum Verkehrssystem und dessen Infrastruktur (Mobilitätsstrukturen) und entwickelt Konzepte zur Förderung multimodalen, unterschiedliche Verkehrsträger nutzenden, umweltfreundlichen Mobilitätsverhaltens.

Das LOEWE-Programm

Die Landes-Offensive zur Entwicklung Wissenschaftlich-ökonomischer Exzellenz – kurz: LOEWE – ist der Titel des Forschungsförderungsprogramms, mit dem das Land Hessen seit 2008 wissenschaftspolitische Impulse setzen und damit die hessische Forschungslandschaft nachhaltig stärken will.

Link zum Landesprogramm LOEWE

Pressekontakt:


Jürgen Schultheis

House of Logistics & Mobility (HOLM) GmbH
Geschäftsbereich Netzwerk & Kollaboration
Bessie-Coleman Straße 7
Gateway Gardens
60549 Frankfurt am Main

Tel.: + 49 69 / 240070-556

E-Mail: juergen.schultheis@frankfurt-holm.de

Web: www.frankfurt-holm.de