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HOLM - Baustellenkamera

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Frankfurt , den 16.12.2015

Mit standardisierten Baustellenhandbuch Städte entlasten

Konferenz von IHK Frankfurt, HOLM und Fraunhofer IML zum Thema Baulogistik

 

Mit zunehmender Bautätigkeit wachsen auch Zahl und Umfang der Lieferverkehre in Städten: Um die Belastungen zu mindern und Staus auf den Straßen möglichst zu vermeiden, haben Experten und Wissenschaftler im Verlauf der Konferenz „Warum  Baulogistik?“ am Montag (14. Dezember) in der Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main mehrere Vorschläge gemacht, wie die Baulogistik optimiert werden kann. Dazu zählen etwa ein standardisiertes Baustellenhandbuch für kleinere Projekte, ein Verzeichnis der Leistungen, die für die Bedienung der Baustelle erbracht werden müssen, die Konsolidierung von Lieferungen an einem Verteilpunkt (Hub), von dem aus die Baustellen gezielt bedient werden und mit dem die Zahl der Fahrzeuge und Fahrten für die Lieferungen verringert werden kann.

Die Konferenz ist im Rahmen des „Arbeitskreises Frankfurter Wirtschaftsverkehre“ von IHK Frankfurt am Main, dem House of Logistics and Mobility (HOLM) und dem Fraunhofer Institut für Materialwirtschaft und Logistik (IML) veranstaltet worden. Die Ergebnisse werden in der Fachgruppe „Baulogistik“ des Arbeitskreises im nächsten Jahr weiter ausgearbeitet und gegebenenfalls als Projekt weiterentwickelt werden. So könnte beispielsweise eine Kommunikationsplattform für die Steuerung der Lieferverkehre für Baustellen entwickelt werden. Der Arbeitskreis, in dem Wirtschaft, Wissenschaft und Politik vertreten sind, hat das Ziel, die Stadt Frankfurt als Testfeld für innovative Pilotprojekte der Wirtschaftsverkehre  bundesweit zu etablieren.

Bauinvestitionen mit einem Volumen von fast einer Milliarde Euro - der Verkehr wird zunehmen


Zu Beginn der Konferenz hatte HOLM-Geschäftsführer Michael Kadow das House of Logistics and Mobility vorgestellt. Der Vizepräsident der IHK Frankfurt am Main, Prof. Martin Wentz, sagte in seiner Begrüßungsrede, dass es immer schwieriger geworden sei, „die verschiedenen Interessen von Gewerbetreibenden, Bauherrn, Verkehrsteilnehmern, städtischen Genehmigern und Anwohnern in Einklang zu bringen“. Aus diesem Grund werde die Konferenz veranstaltet. „Wir erhoffen uns von den Experten heute Input darüber, wie alle am Bau Beteiligten und alle von Baustellen Betroffenen von neuen technischen Lösungen zur Verbesserung der Kommunikation zwischen den einzelnen Akteuren profitieren können.“

Im Gespräch am Vormittag hatten Frankfurts Verkehrsdezernent Stefan Majer und der Vorstandsvorsitzende der ALEA Hoch- und Industriebau AG, Dr. Thomas Reimann, über Anforderungen einer optimierten Baulogistik diskutiert. Majer sagte, dass sich das Verkehrsaufkommen in Frankfurt insgesamt erhöht, innerhalb des Alleenringes aber deutlich abgenommen habe. Der Radverkehrsanteil hat sich seit 1988 vervierfacht, gewachsen sei auch der Anteil der Menschen, die den ÖPNV nutzen. Angesichts von Projekten in Frankfurt mit einem Volumen von nahezu einer Milliarde Euro, die allein von der Stadt Frankfurt getragen würden, sei mit einer Zunahme der Verkehre zu rechnen. Der Industriepark Höchst etwa, wo heute mehr Menschen in Lohn und Brot stehen als zu Zeiten der Hoechst AG, sei als Erschließungspunkt  verbesserungsfähig.

Majer betonte, dass unter seinem Vorgänger Lutz Sikorski im Jahr 2008 eine Baustellenkoordination eingeführt worden sei, die seither ausgebaut werde.  Vor 2008 hätte es keine Koordination gegeben.

Für die Baulogistik hat sich die Verkehrslage nach Einschätzung des ALEA-Vorstandsvorsitzenden Dr. Reimann „deutlich verschlechtert“. Es sei schwieriger geworden, die Baulogistik vernünftig zu organisieren. Um die Situation zu entschärfen, empfahl Dr. Reimann, die Kommunikation unter allen Beteiligten zu verbessern.

Majer forderte am Montag eine „ehrliche Diskussion über Verkehr in der Stadt“, auch weil sich Handwerker- und Lieferverkehr zunehmend in die Quere kämen. Der Verkehrsdezernent deutete an, dass er Bau- und Lieferverkehren künftig Priorität vor den Handwerkerverkehren einräumen wolle. „Bauverkehre auf einem optimierten Niveau und Lieferverkehre sind unverzichtbar“, sagte Majer, der ruhende Handwerkerverkehr könne zeitweise auch auf Parkhäuser ausweichen. Majer kündigte an, mit „Verkehrsberuhigten Geschäftsbereichen“ ein neues Instrument für die Verkehrssteuerung einsetzen zu wollen. „Im Hamburg hat die Stadt damit gute Erfahrungen gemacht.“  

Pressekontakt:


Jürgen Schultheis

House of Logistics & Mobility (HOLM) GmbH
Geschäftsbereich Netzwerk & Kollaboration
Bessie-Coleman Straße 7
Gateway Gardens
60549 Frankfurt am Main

Tel.: + 49 69 / 240070-556

E-Mail: juergen.schultheis@frankfurt-holm.de

Web: www.frankfurt-holm.de

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Vortrag Joseph W. Dörmann "Komplexe Baulogistik"
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