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Frankfurt am Main , den 29.05.2017

Die Cloud als „Betriebssystem“ für die digitale Transformation

Cloud Practice Days des Management Circles im House of Logistics and Mobility


Bei der Bereitstellung von Rechenleistung und Speicherplatz in der Cloud geht es nicht nur um  eine Technologie-Plattform. Die Cloud bildet die Grundlagen für neue Organisationsmodelle und für leistungsfähigere und engere Kundenbeziehungen. Die Cloud bildet aber auch die Basis für die digitale Evolution oder Transformation. Darauf haben Prof. Dr. Tilo Böhmann (Universität Hamburg) und René Büst, Director Market Research & Technology Evangelism bei Arago, zu Beginn der Cloud Practice Days im House of Logistics and Mobility (HOLM) im April hingewiesen. Michael Fichtner, Head of IT, New Media, Media Rights and IT Department bei Bayern München, erläuterte die Nutzung der Technologie für den Verein. Die Cloud Practice Days werden vom Management Circle veranstaltet.

Ob digitale Evolution oder Transformation – die Cloud schafft die Grundlage für diesen umfassenden Wandel, sagte Böhmann zu Beginn der Practice Days. Es sei nicht mehr die Frage, ob und welche Rolle die Cloud spiele, sondern nur noch, wie die Cloud als „Betriebssystem“ für die digitale Transformation arbeitet. Der Wandel, der gerade stattfindet, schafft nach Einschätzung Böhmanns viel Ungleichheit. Die Spanne zwischen Unternehmen, die längst die Vorteile der Cloud nutzen, und den Unternehmen, die entweder überlegen oder gerade angefangen haben, die Technologie für ihren Betrieb einzusetzen, sei unglaublich groß.

Für Rene Büst vom Künstliche Intelligenz Entwickler Arago bildet die Cloud die Grundlage für Unternehmen sich zu verändern, intern wie extern, und sie schafft neue Möglichkeiten, Kunden Zugriffe auf das System zu geben. Zudem eröffnet die Cloud nach Angaben von Büst auch die Möglichkeit,  Kunden auf anderen Kontinenten zu bedienen, was von einem deutschen Rechenzentrum aus allein nicht möglich ist. Die Cloud ermöglicht auch ein „deeper engagement“, also engere und intensivere Kundenbeziehungen, die dabei helfen können, die Kunden noch enger an das Unternehmen zu binden.    

Die Cloud schafft auch die Voraussetzung, den Service zu verbessern. Etwa wenn Chatbots die Apps verdrängen und die Eingabe über die Tastatur durch Sprachsteuerung oder Kommunikation ersetzt wird. Alexa, Siri oder Cortana sind Beispiel für diesen Wandel.

Nicht zuletzt ermöglicht die Cloud end-to-end-Geschäfte für Unternehmen. Büst nannte als Beispiel den Online-Versandhändler Amazon. Würde der Großversender etwa ein Musik-Label gründen, könnte er in diesem Sektor end-to-end-Geschäfte machen. Den Aufbau der Amazon Cargo-Flotte Prime Air ist für Büst ein weiteres Beispiel für die Strategie des „cutting out the middleman“.

Michael Fichtner, Head of IT, New Media, Media Rights and IT Department bei Bayern München, dem größten Fußballverein der Welt mit 450 Millionen Fans, erläuterte im Verlauf der Cloud Practice Days die neue IT Strategie des Vereins, die 2014 vom Vorstand beschlossen worden ist.

Bis 2014 waren alle Mitglieder- und Fandaten, Informationen und Angebote des Bayern Fan-Shops und andere Services auf 52 Systemen gelagert. Im Zuge der IT Strategie hat der FCB Mitglieder- und Fandaten, den Ticketverkauf , Medienangebote (Videos und Fotos), die Angebote der 20 stationären und des Online-Shops in einem System zusammengefasst, das von SAP und IBM gestellt wird.  

Heute basiert die IT-Strategie des Fußballclubs auf den Säulen „Zentrales Management der Kundendaten“, „Einheitliche Plattform für den IT Betrieb“ und „Betrieb der Anwendungen“. Um die Services angesichts der 450 Millionen Fans weltweit überall in gleicher Qualität und Verfügbarkeit bereitstellen zu können, arbeitet der Verein mit Akamai zusammen. Das Unternehmen stellt den  Content des Fußballvereins in 3500 Rechenzentren weltweit bereit. Die wichtigsten Daten sind nach einem Vorstandsbeschluss im vereinseigenen Rechenzentrum gespeichert. Die Cloud mit ihren Möglichkeiten der Skalierung nutzt der FC Bayern insofern indirekt über Akamai.

Laut Fichtner zählt die IT des Vereins zu den zehn am häufigsten angegriffenen Zielen im deutschen Netz.  Pro Sekunde wird die IT mit 1,6 Mbit „bad traffic“ belastet. Im Verlauf der Hauptversammlung des Vereins Ende November 2016 wurde der Verein innerhalb von zehn Minuten mit rund 9000 DDoS-Attacken angegriffen (DDoS: Distributed Denial of Service).

Bei DDoS-Attacken nutzen Angreifer im Regelfall eine Vielzahl von PCs, inzwischen aber auch moderne Fernsehrekorder, Set-Top-Boxen, Überwachungskameras und Internet-Fernseher, die mit Schadsoftware infiziert sind und massenhaft Anfragen an eine Website oder IT senden. Bei einer anderen Attacke kurz nach dem WM-Finale 2014 war der Server mehrere Stunden lahmgelegt. „DDoS-Attacken sind allgegenwärtig“, sagte Fichtner.

Pressekontakt:


Jürgen Schultheis

House of Logistics & Mobility (HOLM) GmbH
Geschäftsbereich Netzwerk & Kollaboration
Bessie-Coleman Straße 7
Gateway Gardens
60549 Frankfurt am Main

Tel.: + 49 69 / 240070-556

E-Mail: juergen.schultheis@frankfurt-holm.de

Web: www.frankfurt-holm.de